Herbstlaub einfach liegen zu lassen, ist manchmal keine gute Idee. Auf Gehwegen bilden nasse Blätter eine rutschige Schicht und können zu gefährlichen Stürzen führen. Grundstückseigentümer sind deshalb gesetzlich verpflichtet, den Bürgersteig vor ihrem Grundstück vom Laub zu befreien. Diese Reinigungspflicht dient der Verkehrssicherheit – wer sie vernachlässigt, riskiert im Ernstfall sogar ein Bußgeld. Auch auf Rasenflächen und in Regenrinnen sollte Laub entfernt werden, da es Grasflächen ersticken und Abflüsse verstopfen kann. Kurz gesagt: Wo Laub zur Gefahr oder Last wird, muss es weg. Aber wohin damit?
Gehört Herbstlaub in die Biotonne? (Nein!)
Auf den ersten Blick scheint die Biotonne naheliegend, doch sie ist für Laub keine ideale Lösung. Zwar zählen Laub und Gartenabfälle grundsätzlich zu den Bioabfällen, aber im Herbst sind die Tonnen oft schnell überfüllt. Ein normaler Biobehälter kann die Massen an Falllaub kaum fassen. Wenn überhaupt, Laub nur sparsam in die Biotonne geben und nur dann, wenn kurz vor der Leerung noch Platz ist.
Zudem besteht ein stofflicher Widerspruch: Herbstlaub ist eigentlich ein wertvoller Rohstoff, der im organischen Kreislauf bleiben sollte – in der Biotonne jedoch wird es oft als Abfall betrachtet. In Gemeinden ohne Grünschnitt-Abfuhr landet Laub mangels Alternative nicht selten im Restmüll, was aus Umweltsicht ein No-Go ist. Organische Masse wie Blätter hat im Restmüll nichts verloren (dort würde sie nur verbrannt), sondern sollte stofflich verwertet werden – also zu Kompost oder Erde aufbereitet werden. Kranke Blätter (etwa von Pilzbefall oder Schädlingen geplagt) gehören übrigens weder in Biotonne noch auf den eigenen Komposthaufen. Solches Laub sollte getrennt entsorgt werden, damit sich die Krankheitserreger nicht verbreiten. Fachbetriebe und Recyclinghöfe nehmen befallenes Laub gesondert an und sorgen für eine sichere Behandlung.
Eine echte Alternative: Die Gartentonne
Als nachhaltige Alternative zu schnell verschleißenden Kunststoff-„Big Bags“ und zur herkömmlichen Biotonne bietet die Galafa seit 2020 eine neue Lösung für die Sammlung von Gartenabfällen an: eine robuste 660-Liter-Gartentonne aus recyceltem Kunststoff auf vier Rollen. Diese langlebige Tonne wird regelmäßig in Falkensee, Brieselang, Dallgow-Döberitz, Wustermark, Schönwalde und Nauen geleert. Dieses Angebot wird in Zusammenarbeit mit der Havelländischen Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH (HAW) umgesetzt: Die HAW stellt das notwendige Know-how sowie die Logistik bereit und fungiert als Vertragspartner für die Sammlung. Die gesammelten Gartenabfälle werden zur Kompostierungsanlage der Galafa transportiert und dort fachgerecht verarbeitet. So bleiben die Transportwege kurz und der regionale Stoffkreislauf vom Boden über die Pflanze und die Kompostierung zurück zum Boden geschlossen.
Die eigene Kompostierung

Eine Möglichkeit, Herbstlaub zu verwerten, ist die eigene Kompostierung im Garten. Tatsächlich ist Falllaub kein Müll, sondern ein wertvoller Rohstoff für den Boden. In einem intakten Gartenökosystem werden heruntergefallene Blätter von Milliarden Bodenlebewesen wie Würmern, Asseln, Pilzen und Bakterien zersetzt. Dabei entsteht humusreiche Erde, die die Bodenfruchtbarkeit, Struktur und Nährstoffversorgung verbessert. Eine dünne Schicht Laub unter Büschen oder auf Beeten wirkt wie natürlicher Mulch: Sie schützt den Boden vor Frost, hält Feuchtigkeit und dient Regenwürmern als Festmahl. Im Frühjahr ist das meiste davon verrottet und wertvolle Humussubstanz zurückgeblieben. Auch Tiere profitieren: Ein kleiner Laubhaufen in einer ruhigen Gartenecke kann Igeln und anderen Nützlingen als Winterquartier dienen.
Dennoch hat die Eigenkompostierung Grenzen. Große Laubmengen überfordern oft den Komposthaufen – Laub verrottet langsam und in zu dicken Schichten kommt der Prozess zum Erliegen.
Das überschüssige Laub sollte man besser aus dem Garten herausschaffen, statt es in jeder Ecke aufzutürmen. So hält man den Garten nutzbar und ordentlich, ohne auf die positiven Effekte einer Laubschicht ganz zu verzichten.
Fachgerechte Entsorgung bei zertifizierten Betrieben
Die effektivste und umweltgerechteste Methode, Herbstlaub im großen Stil loszuwerden, ist die Abgabe bei einem zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb. In Falkensee bietet sich hier das Galafa Erdenwerk an. Als anerkannter Fachbetrieb nimmt Galafa sämtliche organischen Gartenabfälle – von Gras und Zweigen bis zu Laub – an und verarbeitet sie nach den Regeln der guten fachlichen Praxis. Das Laub wird also nicht einfach entsorgt, sondern einer sinnvollen Verwertung zugeführt.
Bei Galafa läuft dies im Rahmen eines organischen Stoffkreislaufs ab. Konkret bedeutet das: Sie liefern Ihr Laub (und andere natürliche Gartenabfälle) dort ab, und der Betrieb verwandelt dieses Material durch Schreddern und Kompostierung in neuen Boden und Humusprodukte. Über etwa 16 Wochen entsteht in Mieten hochwertiger Kompost, der regelmäßig umgesetzt und kontrolliert wird. Schädlinge, Unkrautsamen und Krankheitserreger im Laub werden dabei durch die hohen Rotte-Temperaturen abgetötet – ein Vorteil der professionellen Kompostierung, den man im eigenen Garten kaum erreicht. Am Ende erhält man frischen Kompost der zu Mutterboden und verschiedenen Substraten verarbeitet wird, die wieder im Garten eingesetzt werden können. So schließt sich der Kreis: Aus Herbstlaub und Grünschnitt werden Nährstoffe zurückgewonnen, die neuen Pflanzen zugutekommen. Die organische Substanz bleibt im Kreislauf der Natur und wird nicht verschwendet.
Ein zertifizierter Fachbetrieb wie Galafa gewährleistet zudem, dass alles regelgerecht abläuft. Durch regelmäßige behördliche Kontrollen und Qualitätsprüfungen (z. B. RAL-Gütesicherung für Kompost) ist sichergestellt, dass am Ende unbelasteter, hochwertiger Kompost entsteht.Für den Kunden bedeutet das: Man wird das Laub fachgerecht, ökologisch und kostengünstig los – und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur Ressourcenschonung. Anstatt Tonnen von Laub über den Müll verbrennen zu lassen, schafft man einen organischen Nährstoffkreislauf, der unsere Böden bereichert.
Rechtliche Aspekte: Was ist verboten?
Es lohnt sich, einige rechtliche Rahmenbedingungen zu kennen. Erstens ist die Verbrennung von Laub und anderen Gartenabfällen ausdrücklich verboten – sowohl durch das Landes-Immissionsschutzgesetz Brandenburg als auch durch kommunale Verordnungen. Viele erinnern sich noch an Zeiten, in denen im Herbst überall kleine Feuer mit Laub qualmten; heute ist das aus Umweltschutz- und Sicherheitsgründen nicht mehr zulässig. Wer erwischt wird, muss mit Verwarn- oder Bußgeldern rechnen. Abgesehen von der Rechtslage verursachen solche privaten Feuer erhebliche Rauchbelästigung und können außer Kontrolle geraten – also Finger weg vom Streichholz.
Zweitens darf Laub nicht in Wald oder Landschaft „entsorgt“ werden. Es klingt verlockend, die Blätter einfach im nächsten Waldstück abzukippen – dort liegen doch ohnehin Blätter, oder? Aber: Das Ablagern von Gartenabfällen in der Natur gilt als illegale Müllentsorgung und stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Laut Brandenburgischem Waldgesetz drohen Bußgelder von bis zu 20.000 €. Und das hat gute Gründe: Fremdes Laub im Wald stört das empfindliche Ökosystem. Unsere Gartenbäume enthalten oft mehr Nährstoffe und ggf. Dünger- oder Pestizidrückstände in den Blättern, als dem Wald guttut. Kippt man große Mengen Laub in den Forst, kommt es zu Überdüngung – der Waldboden bekommt plötzlich viel mehr Nährstoffe, als er verträgt. Das natürliche Nährstoffgleichgewicht gerät durcheinander, was heimische Pflanzen schädigen kann. Zudem können sich Gartenschädlinge oder Pilzkrankheiten aus dem Laub im Wald ausbreiten und dort Bäume infizieren. Kurz: Laub im Wald abladen ist kein Kavaliersdelikt, sondern schadet der Umwelt und wird streng geahndet.
Laubsauger und Laubbläser – kritisch betrachtet

Bei der Laubentfernung greifen viele zum Laubbläser oder Laubsauger, um sich die Arbeit mit Besen und Rechen zu ersparen. Doch diese motorisierten Geräte haben erhebliche Nachteile für Mensch und Natur. Zunächst einmal erzeugen sie enormen Lärm: Bis zu über 100 Dezibel sind möglich – so laut wie ein Presslufthammer. Anwohner fühlen sich vom durchdringenden Dröhnen gestört, und selbst mit Gehörschutz kann die eigene Gesundheit leiden (Dauerlärm ab 85 dB kann Hörschäden verursachen). Aus diesem Grund sind die Einsatzzeiten für Laubbläser gesetzlich begrenzt; in Wohngebieten dürfen sie in der Regel nur zu bestimmten Tageszeiten betrieben werden. An Sonn- und Feiertagen sind sie ganz tabu. Wer also unbedingt einen Laubbläser nutzt, muss die örtlichen Ruhezeiten genau beachten.
Noch gravierender sind die Auswirkungen auf die Tierwelt. Umweltverbände nennen Laubsauger sorgenvoll“Igelkiller„, denn für kleine Tiere sind die Maschinen lebensgefährlich. Viele Profi- Geräte saugen das Laub mit Sturmgeschwindigkeit an (über 160 km/h) und häckseln es – dabei haben Igel, Frösche oder andere Kleintiere keine Chance, sollten sie mit eingesaugt werden. Selbst wenn der gesunde Igel dem Sog entkommt, wird er durch den erheblichen Lärm gestresst oder aus seinem Winterschlaf aufgeschreckt. Aber nicht nur Igel sind betroffen: In den Laubschichten leben unzählige Insekten, Spinnen, Käfer und andere Kleinstlebewesen, die für das Gartenökosystem wichtig sind. Laubsauger reißen sie aus ihrem Lebensraum, wirbeln sie durch die Luft oder zerhäckseln sie zu Kompostgut. Damit werden Nahrungsgrundlagen vieler Tiere zerstört (denn gerade Insekten im Laub sind wiederum Futter für Igel & Vögel). Außerdem entfernen Bläser die schützende Laubdecke komplett vom Boden, sodass Bodentiere ihren Lebensraum und der Boden eine schützende Isolierung verliert.
Die Alternative ist simpel: Rechen und Besen. Klassisches Laubharken mag anstrengender sein und etwas länger dauern, aber es schont die Natur und Ihre Nerven. Man verursacht keinen Lärm, verbraucht keinen Sprit, schädigt keine Tiere – und der Körper bekommt nebenbei etwas Bewegung an der frischen Luft. Für die allermeisten privaten Gärten und Gehwege sind Handarbeit oder ein leiser Laubbesen mit etwas gutem Willen 😉 völlig ausreichend.



